Pretzhof, Sterzing

„Ahrntaler Blutnudeln“ sind nicht Jedermanns Sache, aber folgerichtig. Denn auf dem Pretzhof wird noch selbst geschlachtet und verwurstet. Der Gasthof jenseits der Massenwege ist eine wirkliche Entdeckung.

Es ist wohl noch niemand zufällig zu diesem abgelegenen Bergbauernhof gekommen. Wie auch. Der Weg von Sterzing ins stille Pfitscher Tal und dann hinauf auf der kurvigen Straße zum Pretzhof will gefunden werden. Die Mühe lohnt sich freilich.  In  bester Panoramalage steht der schmucke Hof, dessen Ursprünge auf das 14. Jahrhundert zurück gehen. Heute wird dort vortrefflich gekocht und zwar ganz traditionell mit betont regionaler Ausrichtung. Dafür ist die charmante Chefin Ulli Mair verantwortlich. Wie es sich für einen Südtiroler Hof gehört, sitzt man in schönen alten Gaststuben und genießt die Vorzüge der lokalen Küche. Und das meinen die Wirtsleute mit aller Konsequenz. Auf den Tisch kommen vorwiegend regionale Zutaten, die dann zu Buchweizenspätzle mit Wildragout, Wildpfeffer mit Rotkraut oder  Spanferkelbraten verarbeitet werden. Unten im Keller reift der hausgemachte Speck.

Die Weinkarte bietet eine sehr gute Auswahl an italienischen, Südtiroler und österreichischen Produkten. Seit einigen Jahren gibt es am Hof auch das geschmackvoll eingerichtete Ladele, in dem man sich mit Wurst und Speck oder Marmeladen versorgen kann. Denn beim Pretzhof gehört nicht nur eine eigene Landwirtschaft, an der man auf dem Weg vom Parkplatz zum Lokal entlang läuft, hier wird auch selbst geschlachtet und verwurstet. Neben den vielen Leckereien im Ladele gibt es auch eine Kuriosität wie die Ahrntaler Blutnudeln alias Schwoasnudeln, die tatsächlich mit Schweineblut hergestellt und traditionell mit Kartoffeln und Knoblauch verspeist werden. Alles eine Geschmackssache. _ Text: Georg Weindl

Kontakt:

Pretzhof
Tulfer 259
I-39040 Wiesen/Pfitsch
Südtirol/Italien

Tel. 0472/764455
Montag und Dienstag Ruhetag
www.pretzhof.com