Hotel Heubad, Völs am Schlern

Hotel Heubad Garaten BildWo einst die Bauern schon Wellness machten: Das Hotel Heubad im Südtiroler Völs hat sich vom alten Gasthof mit nostalgischer Heubadstation zu einem der schicksten Wellnesshotels am Ort gemausert.

Über hundert Jahre ist es inzwischen her, genauer gesagt war es im Jahre 1903, als ein gewisser Anton Kompatscher, der Ur-Urgroßvater des heutigen Juniorchefs David Komaptscher, von der Statthalterei in Innsbruck die Genehmigung erhielt, in Völs eine Heubadstation einzurichten. Rheumathismen, Muskelkrämpfe, Hüftschmerzen und vieles mehr wurden bei den schwer arbeitetenden Bauern durch das Bade im Heu gelindert. Wellness anno dazumal. Und bis heute macht das Hotel Heubad mit seiner Bio-Heu-Sauna und den Völser Heubad-Anwendungen seinem Namen alle Ehre.

Doch nicht nur mit dieser althergebrachten Heilmethode kann man hier einen herrlichen Wellnessurlaub verbringen. Ebenso genussreich ist es, im voll verglasten, von Grün umgebenen Hallenbad oder im großzügigen Außenpool seine Bahnen zu ziehen, im Rosengarten im Liegestuhl zu dösen oder sich im schattigen Garten ein Gläschen Sauvignon vom nahegelegenen Weingut Gumphof nebst Schüttelbrot und Eisacktaler Bergkäse zu genehmigen. Denn auch kulinarisches Wohlfühlen wird im Heubad ganz groß geschrieben. So nimmt das Hotel etwa jedes Jahr an den herbstlichen Völser Kuchlkastl-Wochen teil und bringt längst vergessene Spezialitäten in modernen Varianten auf den Tisch. Speisen können Externe sowie Hausgäste im rustiaklen à la carte-Restaurant im Erdgeschoss oder im Garten; Halbpensionsgäste sitzen in den gemütlichen kleinen Sälen und Stuben in der ersten Etage. Nur an manchen Tagen wird auch das 4-Gang-Menü in der Garten verlagert – was für „Draußenfanatiker“ ein wenig schade ist, zumal der liebevoll mit Blumen bestückte und sehr gepflegte Gastgarten wirklich nach draußen lockt.

Doch ganz so tragisch ist das insofern nicht, als fast alle der 43 Zimmer über einen Balkon mit Garten- oder Bergblick verfügen. Besonders hübsch und großzügig sind die Zimmer der Kategorie A (ca. 32 qm) mit Dachterrasse und weitem Blick ins Tal und auf das Völser Kircherl mit seinem Zwiebelturm. Weiße verspielte Tischchen und Sekretäre, heller Parkettboden sowie geschwungene Sofas in Lila und einer Wand in knalligem Orange schaffen modernes Flair mit einem Hauch von Nostalgie. Ebenfalls sehr modern, nur einen Tick kleiner (30 qm) und mit Teppichboden ausgelegt, sind die Zimmer der Kategorie B. Die etwas günstigeren C-Zimmer (20 qm) im Haupthaus mit den blumigen Stoffen und den hellen Holzmöbeln sind allen angeraten, die es gerne etwas rustikaler mögen. Wohlfühlen kann man sich überall im Heubad, sogar in der modernen, verglasten Lobby, wo Sessel mit bunten Kissen oder kleine Bänke aufgestellt sind und man in Ruhe ein einem der Bücher aus der Hausbibliothek oder den ausliegenden Tageszeitungen schmökern kann. Wellness hat eben viele verschiedene Ausprägungen  – und im „Heubad“ kommt jeder „Wohlfühltyp“ auf seine Kosten. _ Text: Susanne Wess – Fotos: Joachim Kraus

 Kontakt:

Hotel Heubad
Schlernstraße 12 (Obervöls)
I-39050 Völs am Schlern

Tel. 0039 0471 725 020
mail: info@hotelheubad.com
www.heubad.info

Preis:
pro Person mit HP:
Zimmer A: 78-100 €
Zimmer B: 74-96 €
Zimmer C: 66-88 €