Hotel Chesa Valisa, Hirschegg

Hotel Chesa Valisa Wellnessbereich BildSeit Jahrhunderten in Familienbesitz: Mit Liebe zum Alten und Mut zum Neuen wandelte Familie Kessler den ehemaligen Gasthof und das Waliserhaus zu einem Refugium, in dem in seltener Harmonie alles einfach nur stimmt.

Das Vier-Sterne-Hotel liegt mitten im Kleinwalsertal, am Ortsende von Hirschegg. Also gerade schon in Österreich. Chesa Valisa: Schon der Name steht für’s Ungewöhnliche. Irgendwie scheint die Familie, der das Haus seit Jahrhunderten gehört, immer gewusst zu haben, wann es Zeit für Neues ist und warum Altes bleiben muss. Da ist zum Beispiel die Walser Gaststube, ein Prachtstück aus dem 18. Jahrhundert – Vollholz. In den 70er Jahren schrieb ein Gesetz für Gasthäuser plötzlich eine neue Raumhöhe vor. Der Boden der Stube hätte um 30 Zentimeter gesenkt werden müssen. Gesetz hin, Gesetz her. Der damalige Hausherr, Max Kessler, weigerte sich, den Raum auch nur anzutasten. „Da mach ich doch lieber die Stubn zu!“, drohte er den Ordnungshütern. Man ließ ihn in Ruhe, die Stube blieb unverändert und ist heute stolzes Vorzeigeobjekt der ganzen Gemeinde. Das ist das Alte, das zurecht Bewahrenswerte im „letzten öffentlichen Holzgasthaus im Walsertal“.

Und dann gibt es da das Neue. 1985 hat die nächste Generation, Klaus und Sieglinde Kessler, das Haus übernommen. Und die haben sorgsam angebaut, ausgebaut, umgebaut. Stück für Stück verwandelten sie ihr Hotel in ein Naturhotel, das erste verbriefte Bio-Gästehaus in Vorarlberg. „Ökonomie und Ökologie sind nicht unbedingt Gegensätze“, sagt Klaus Kessler, „und  Ökologie hat mit bewusstem Leben und gesundem Genießen zu tun.“ Wer ihn und seine Frau kennen lernt, wundert sich über die Strenge der Aussage. Denn beide strahlen eine Herzlichkeit und Wärme aus, die den Gast sofort für sich einnimmt.

Chesa Valisa: Das sind zwei Häuser – „Stammhaus“ und „Neuhaus“. Das ursprüngliche Stammhaus im Walser Baustil wurde entkernt, bekam größere Zimmer und größere Fenster, die dem goldenen Schnitt der Walser Proportionen entsprachen, moderne Bäder und Familienzimmer. Bloß der Spa-Bereich, der passte nicht ins und zum alten Haus. Ein Anbau musste her. Und den entwarf, Hermann Kaufmann, vielfach ausgezeichnete Architekt und Professor. Einer, der in einer Liga mit Star-Architekten wie Mateo Thun spielt und für so genanntes „nachhaltiges Bauen“ steht. Sein „Neuhaus“ ist eckig, aber nicht klobig, aus Vollholz, aber nicht rustikal, modern eben, zeitgemäß und nachhaltig – also ökologisch in all seinen Facetten.

Doch: Das Zusammenspiel der beiden Bauten ist perfekt. Im alten Teil traditionelles Mobiliar mit einigen Antiquitäten, im neuen strenge Linien aus glattem Holz. Alles wirkt Licht durchflutet, warm und natürlich: Viele Wände sind Lehm verputzt – dem besseren Raumklima halber; Bilder aus Naturmaterialien – Ästen, Zapfen, Samen – wechseln den Jahreszeiten entsprechend; der Pool ist draußen und immer beheizt – das spare langfristig Energie, meint der Hausherr.

Bewusst leben, gesund genießen: Das gilt auch für den gelungenen  Wellnessbereich. Das Chesa Valisa versucht es asiatisch mit Ayurveda, Thai-Tuina-Massage, Qi Gong, Thai Chi, Yoga und setzt darüber hinaus auf andere natürliche Methoden wie Wickel, Packungen, Massagen, speziellen Rückenprogrammen und Schönheitsanwendungen.

Bei der Kinderbetreuung hat sich Kessler auch etwas ausgedacht. „Hier“, Klaus Kessler zeigt richtiggehend stolz auf den großen Spielbereich, „gibt es nur Spiele, die man mindestens zu zweit spielen muss. Allein spielen können die Kinder zuhause genug.“ Das ganze großzügige Gelände rund um das Naturhotel ist eh ein einziger Abenteuerspielplatz. Ein Bächlein fließt quer durch, ein riesiges Klettergerüst, Schaukeln verlieren sich fast am Hang, am Mühlrad darf gepritschelt werden.

Wenn schon Natur im Bau, dann auch Bio auf dem Teller. Chesa Valisa war das erste Bio-Hotel im Vorarlberg mit der Auszeichnung „Grüne Haube“ für Speisen aus vollwertigen, biologisch angebauten und aus der Region stammenden Produkten. Die Küche hält die Waage zwischen traditionell und international. Ob Hirschbraten, Nudelgerichte, Strudelbüffet oder feine Süppchen – die Küche ist vielseitig und wird dem Standard des Hauses gerecht. Manchmal mit einem echten Hauch aus der chinesischen Küche, denn den Chefkoch hat Klaus Kessler aus China importiert. Doch der macht die Grießnockerlsuppe inzwischen genauso authentisch wie die Wan-Tan-Taschen. _ Text: Birgitt Hölzel Fotos: Birgitt Hölzel; Naturhotel

Kontakt:

Naturhotel Chesa Valisa
Familie Kessler
Gerbeweg 18
A-6992 oder D-87568 Hirschegg/Kleinswalsertal

Tel.0043/5517/5 41 40
mail: info@naturhotel.at
www.naturhotel.at

Preis:
ab 83 € p.P. im DZ inkl. Vitalpension (Vollpension) und Sonnenpaket (Aktivpaket), Kinder ab 33 € p.T.