Aurelio, Lech am Arlberg

Reiche Leute, teure Hotels. Nichts Ungewöhnliches in Lech am Arlberg. Doch nun gibt es einen echten Farbtupfer in der Lecher Hotellandschaft. Ein russischer Oligarch hat die Millionen springen und mit dem Aurelio ein elitäre Herberge an den Berg stellen lassen.

Die Zutaten sind fürwahr exklusiv. Da ist einmal ein russischer Oligarch mit entsprechendem Portemonnaie, ein distinguierter Nobelort am Arlberg und die Idee, ein Überdrüber-Luxushotel direkt an der Skipiste zu bauen. Rund 30 Millionen Euro soll sich Oleg Deripaska die Pretiose kosten haben lassen. Das Management übertrug er der Hotel-Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler aus Wien. Als Hoteldirektor wurde Axel Pfefferkorn, ein bekannter Lecher Gastronom, engagiert.

aurelio Zimmer

Das Ergebnis sind drei Chalets, die sich erstaunlich unspektakulär in die Landschaft einfügen, wobei Lech ohnehin keine exzessiven Bauwerke hat. Drinnen residiert man dafür höchst spektakulär in 19 Zimmern und Suiten, darunter zwei Suiten mit je 110 Quadratmetern und eine Master Suite mit 200 Quadratmetern. Die Platzverhältnisse sind überhaupt verschwenderisch, wenn man bedenkt, dass gerade mal knapp 40 Gästen gut 1000 Quadratmeter Wellness samt Activity Pool und Thermal Suite zur Verfügung stehen. Aber schließlich muss man davon ausgehen, dass Gäste, die pro Nacht zwischen 300 und 5000 Euro locker machen, zuhause auch nicht gerade beengt wohnen dürften. Zum Servicestandard gehört dann auch ein Personal Coach, der einen im Fitnesscenter betreut. Diverse Beautybehandlungen, Schokoladenbäder und Wellness für zwei muss man eigentlich gar nicht mehr extra erwähnen.

aurelio Aussenansicht

Dem gehobenen Fünf-Sterne-Standard verpflichtet zeigt sich auch das Restaurant Aurelio’s, das Gourmetkost der österreichischen wie auch internationalen Art offeriert. Im Weinkeller schlummern über 100 Jahre alte Flaschen und warten auf Erlösung. Für die Doppelzimmer zahlt man mit 550 Euro und mehr, Preise wie in besseren Fünf-Sterne-Hotels der konventionellen Art. Ein Pluspunkt des Aurelios ist zweifellos die private Atmosphäre, was ja auch ein wesentlicher Grund für die wachsende Beliebtheit der kleinen feinen Boutiquehotels ist, denen das Aurelio nicht ganz unähnlich ist. Die Gefahr, dass man hier als gutzahlender Normal-VIP am Frühstücksbüffet Schlange steht oder in der Sauna nach dem Skitag Platzangst bekommt, die ist hier eher gering. Dafür gibt es einen persönlichen Skibutler, der sich um die geliebten Bretter kümmert und bei Bedarf auch einen Heliflug ordert, wenn am Lift die Schlangen zu lange sind.

Kontakt:

Aurelio, Lech
Tannberg 130
A-6764 Lech am Arlberg

Tel. 0043 5583 2214
Fax 0043 5583 3456
mail: reservation@aureliolech.com
www.aureliolech.com

Preis:
Für ein Doppelzimmer zahlt man im Sommer samt Halbpension ab 550 €. Die Mastersuite kostet für zwei 9800 €. Im Winter starten die Presie bei 675 € jeweils für zwei Personen.